Mit Befremden stelle ich fest, dass die "Verlugnerung" der Medien nun auch die Jagdpresse erreicht hat. Als langjähriger Bezieher des St. Hubertus erlaube ich mir die Frage ob sie es notwendig haben Persönlichkeiten, die keinerlei jagdlichen Bezug aufweisen und deren zwanghaftes Bedürfnis zur Selbstdarstellung jedes erträgliche Maß überschritten hat, eine zusätzliche Bühne zu bieten?
Ing. Josef Mörtl aus Lassing
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"Verlugnerung" in Heft 3/2010
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Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz
Leserbrief
Die Feststellungen des Landesjägermeisters Prieler treffen es genau: Ein liberales Waffengesetz zu verschärfen ist dumm.
Die Politiker in der EU, die uns das eingebrockt haben, sind dumm gewesen, sie waren aber auch viel zu stolz, um mit Fachleuten zu sprechen, um die Meinung der Betroffenen anzuhören oder die Erfahrungen aus anderen Ländern zu berücksichtigen. Herausgekommen ist eine sicherheitspolitische Katastrophe, die wir Österreicher jetzt auszubaden haben, vor allem die Jäger und die Sportschützen. Gerade sie werden kriminalisiert, mit hohen Kosten belastet, und es werden ihnen schwerwiegende Pflichten aufgebürdet.
Was unsere Sicherheitspolitiker daraus machen werden, ist noch nicht heraußen.
In der Vergangenheit haben sich diese weder durch Klugheit noch mit Demut ausgezeichnet.
Keine guten Aussichten. Es wäre schön, wenn wir neun solche Prieler in Österreich hätten.
Wir würden sie dringend brauchen.
Dr. Georg Zakrajsek,
Postfach 190,
1092 Wien,
www.querschuesse.at -
Den St. Hubertus gibt’s wirklich
Leserbrief
In seinen regelmäßig erscheinenden "Querschüssen" nahm der Generalsekretär vom IWÖ, Dr. Georg Zakrajsek, am 10. Dezember 2009 Bezug auf die St.-Hubertus-Ausgabe 12/2009.
"St. Hubertus" ist eine ganz besondere Jagdzeitschrift. Irgendwie moderner, kritischer, vielfältiger, aber auch ironischer als die anderen, eher konventionellen Publikationen, die man den Jägern so vorsetzt. Ein Liebling von mir ist Rüdiger Martin, dessen Satiren recht anspruchsvoll sind. Viele Jäger werden da vielleicht nicht gleich mitkommen, er trifft aber punktgenau die Probleme, indem er sich hinten herum anschleicht und dann seinen Treffer landet. In der letzten Nummer gibt es ein langes Interview mit dem burgenländischen Landesjägermeister Dipl.-Ing. Peter Prieler. Bemerkenswert, was Prieler alles so sagt. Sympathisch, sachkundig, gut formuliert, leicht verständlich.
Nicht jeder jägerische Funktionär kann das so gut.
Natürlich war ich gespannt, was der Landesjägermeister zum Waffengesetz so meint. Ich habe dabei in anderen Bundesländern traurige Erfahrungen machen müssen, bin auf Unverständnis und Indolenz gestoßen, habe bemerken müssen, dass nicht alle die ungeheure Bedeutung begriffen haben, die das Waffenrecht für uns Jäger hat. Aber zurück ins Burgenland, zurück zu Prieler.
Er sagt es ganz deutlich: "Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts ist nicht nur sinnlos, das ist dumm." Das Recht, Waffen tragen zu dürfen, ist ein Menschenrecht. Ein strenges Waffengesetz schikaniert und entwaffnet die anständigen Bürger. Die Verbrecher aber haben alle Waffen.
Ein liberales Waffengesetz erhöht nicht die Verbrechertaten, im Gegenteil.
So klare Worte haben wir von Vertretern der Jäger noch nie hören können. Die burgenländischen Jäger können sich glücklich schätzen, einen solchen Landesjägermeister zu haben.
Ich kann mir keinen besseren vorstellen.
Bravo und Waidmannsheil! -
Leserbrief zu "Reines Handwerk" in St. Hubertus 2/2010
Rohrbau statt Kunstbau
Wir sind Bezieher Ihrer Zeitung St. Hubertus und recht zufrieden damit. Wir bejagen erfolgreich Füchse mit Hilfe der von uns so genannten "ROHRBAUE" (z. Teil Mester-System etc.) und würden anregen, das Wort "Kunstbau" durch "Rohrbau" im jagdlichen Sprachgebrauch zu ersetzen.
Hermann Mayer, Krems -
Leserbrief zu: Auf ein Wort (St. Hubertus 2/2010)
Wurzeln des Waidwerks
Selten wird kleines, feines Waidwerk so durchgeistigt und spannend beschrieben, wie es Udo Kruczewski mit seinem Artikel wirklich hervorragend gelungen ist. Vor allem: Es offenbart sich für mich darin eine menschlich wie jagdlich gereifte Persönlichkeit, die die Wurzeln des Waidwerks auf sehr subtile Weise berührt.
Die vermeintlich simple "Nahrungsbeschaffung" wird mit facettenreichen Erlebniswerten angereichert, die sich nur jemandem erschließen, der für Stimmungen empfänglich ist – und sie auch eindrucksvoll dem Leser vor Augen führen kann.
Ein "unbedeutender" Hase dessen schwierige Erlegung gleichrangig geschildert wird, wie ein (kapitaler) Trophäenträger – das gefällt mir außerordentlich gut.
Mit aufrichtigem Waidmannsheil eines österreichischen Kollegen Rüdiger Martin, Salzburg -
Leserbrief zum Gewinnspiel in Heft 12/2009
Ich konnte mich nicht wirklich für ein Titelbild entscheiden. Finde alle sehr gut: Ruhig - Solide - Zeitlos schön.
Insgesamt gefällt mir die Zeitschrift St. Hubertus sehr viel besser als vergleichbare deutsche Jagdzeitschriften. Ich mag vor allem das aufgeräumte Layout sowie die solide und ausführliche Berichterstattung. Jagen hat für mich viel mit Ästethik zu tun. Die Beiträge in den letzten drei Ausgaben fand ich durchweg sehr gelungen.
Sebastian Holtmann, Berlin -
Leserbrief zu "Nackte Wahrheit", Spezial 11/2009
Munitionstest im Kaliber .308 Win. von Roland Zeitler
1. Hersteller ist die Firma Impala Europa, nicht Impala Bullets oder Impala Ammunition.
2. Geschoß: Beim 5,8g(90gr) Kegelstumpf Solid handelt es sich um das Drückjagd- Sicherheitsgeschoß. Einer seiner Vorteile ist u.a. der rasche Geschwindigkeitsabfall und dadurch geringere Flugweite und Hinterlandgefährdung. Es wird vom Hersteller ausdrücklich nur bis 200 m empfohlen. Ein entsprechender Hinweis befindet sich auf der Packung. Warum der Autor gerade diese und nicht die für größere Entfernung empfohlene Universal-Laborierung mit dem 8,4g LS-Geschoss gewählt hat, ist nicht nachvollziehbar.
3. Präzision: Die 5,8g KS-Laborierung ist hochpräzise und wird gerne für 100m Bewerbe verwendet, wobei Streukreise von 10-15mm aus Präzisionsbüchsen erzielbar sind. In einem, ebenfalls von R. Zeitler kürzlich veröffentlichten Waffentest war die Impala KS Sieger im 100m Präzisionsvergleich. Auf 300m beträgt die Geschwindigkeit allerdings nur noch 473m/sec (bei 653 Joule) mit entsprechender Windempfindlichkeit.
4. Zielballistik: Die unterschiedlichen Geschossformen verleihen den drei Impala-Geschoßtypen sehr unterschiedliche Eigenschaften. Die RN und KS Geschosse gehören zu den richtungsstabilsten Jagdgeschossen überhaupt und werden deshalb sinngemäß für Jagd auf Dickhäuter (RN) bzw. Drückjagd und Fangschuss (KS) eingesetzt. Das Überschlagen im Wildkörper kommt allenfalls (selten) beim LS vor. Es gibt keine Indizien darfür, dass diese Richtungsänderungen häufiger als bei anderen Jagdgeschossen vorkommen. Bei Zerlegungsgeschossen sind sie aber schwerer nachweisbar.
Mag. Helmut Eller, Geschäftsführer Impala Europa
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Sus scrofa nicht Sus scorfa
Fehlerteufel in Heft 11/2009
Als gebildeter Mensch hat man irgendwann Latein gelernt und bemüht sich daher die entsprechenden "Termini" auch richtig zu verwenden. Sollte man diese Ausbildung jedoch nicht haben, ist ein vorsichtiger Umgang mit Fremdwörtern zu empfehlen. In Ihrem Beitrag: "Vorbereitung auf die Jagdprüfung", wird aus der mir sehr geliebten SUS SCROFA plötzlich eine SUS SCORFA. Im Hinblick auf eine gediegene Ausbildung unserer Jungjäger ersuche ich Sie höflichst unser Wildschwein weiterhin im lateinische Ausdruck unter Sus scrofa zu belassen.
Waidmannsheil E. Brandstetter -
Anständige Jäger überleben
Gratulation
Gratuliere zum Editorial im St. Hubertus 9/2009. Ich glaube, die anständigen Jäger werden die Kritiker überleben!
Hannes Weiermeier per E-Mail -
Freude am Strafen
St. Hubertus Ausgabe 5/2009
Im St. Hubertus 5/09 deckte Dr. Munte auf, dass die Veröffentlichung von Disziplinarstrafen durch die Landesjagdverbände dem Datenschutz widerspricht. Was aber kann an solchen straffällig gewordenen Personen unser Interesse wecken, denn meistens hat man ihnen schwere Vergehen gegen die Gesetze nachgewiesen.
Heute haben wir allerdings bereits ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz, wenn wir nur unseren Hund bestrafen. Unser Hund nämlich darf höchstens durch Entzug einer Belohnung negativ bestätigt werden. Wirken wir aber mit einem aversiven Reiz ein, so droht uns eine Strafe von mindestens 2.000 €. Das heißt also, einen Hund darf man nicht mehr strafen, Mitmenschen aber sehr wohl. Was aber ist eine Strafe eigentlich? Eine Strafe ist ein ahndendes Übel für eine begangen Missetat. Scheinbar meinen die meist selbsternannten Richter, dass sie mehrfach ahnden müssen.
Zuerst erhält der Missetäter von einem offiziellen Gericht eine Strafe, dann wird er mit Jagdkartenentzug bestraft und zu guter Letzt meint Dr. Lebersorger, dass der Zweck einer Veröffentlichung eine versteckte Strafe ist. Was aber ist das Motiv, in einem Rechtsstaat, für ein- und dasselbe Delikt drei mal zu strafen? Vielleicht ist es doch eine Frage der Kulturstufe, statt dessen zu erziehen und zu korrigieren!
Andreas Gass
