Galerie
Bei Kimme und Korn gibt es die verschiedensten
Formen und Bauarten, die auf den ursprünglichen Einsatzzweck der Waffe abgestimmt sind. Revolver, die auch zum Präzisionsschießen auf dem Schießstand ausgelegt sind, haben eine in Höhe und Seite verstellbare Kimme und ein entsprechendes Scheibenkorn. Meist als Rechteckkimme und hinterschnittenes Balkenkorn ausgelegt, um ein klares und sauber abgegrenztes Visierbild zu erhalten. Diese an sich erstklassigen Visiere sind aber nur sinnvoll, wenn der Revolver auch über einen entsprechend langen Lauf und damit ausreichend langer Visierlinie verfügt, um auch auf größere Distanz präzise schießen zu können.
Fangschusswaffen haben meist kurze Läufe, damit sie führiger werden.
Hier finden sich Scheibenvisierungen kaum. Dazu kommt, dass eine verstellbare Micrometerkimme auch sehr empfindlich ist und sich bei rauer Behandlung schnell verstellen kann.
Bei ausgesprochenen
Taschenrevolvern finden sich daher oft feste, nicht verstellbare Visierungen, die nur aus einem E inschnitt in der Rahmenbrücke und aus einem aus dem vollen Laufmaterial herausgearbeiteten oder fest aufgelöteten Korn bestehen. Das Korn wird in der Regel als Schleppkorn ausgelegt, damit es sich nicht in der Tasche verhaken kann oder sich gut aus dem Holster ziehen lässt. Diese äußerst robusten Gebrauchsvisiere reichen für Kurzdistanzen aus, auch wenn sie kein so gutes Visierbild liefern. Die Waffe muss aber Fleck schießen, denn verstellen kann man hier nichts – allenfalls das Korn etwas abfeilen, wenn der Revolver Tiefschuss hat. Besser ist es, wenn sich die Kimme zumindest in der Seite verstellen lässt oder das Korn auswechselbar ist.
Dann kann die Treffpunktlage angepasst werden. Hier spielt auch die verwendete Munition eine Rolle. Praktisch sind weiße Kimmenumrandungen oder ein rotes Leuchtkorn, damit das Visier auch bei schlechtem Licht gut sichtbar is



