Ernster Arbeiter

Fiat Panda Adventure

In Ihrem Panda sitzt hinten selten jemand, dafür wünschen Sie sich einen größeren Kofferraum? Mit dem Adventure-Sondermodell hat Fiat die richtige Antwort auf manche Frage des Alltags der Revierarbeit.
Fiat Panda Pro_seitlich.jpg © Florian LaszloGrößer Es tut sich eine weite Fläche mit dicker Gummimatte auf, wenn man die Heckklappe des Panda Adventure öffnet. Mit etwas Geschick lässt sich auch eine Sau dort unterbringen – eine Wildwanne ist trotzdem dringend empfohlen. Kleine Stücke passen ohne jegliche Ladekante auch bei den Seitentüren hinein. Diese sind trotz der entfernten Rückbank funktionstüchtig geblieben. Auf Wunsch gibt es sogar die Fensterkurbeln dazu – falls man gerne auf dem Weg lüftet. Trotz der fixen Rückwand und dem Gitter hinter den Vordersitzen bleibt dem Panda jedoch der Vorsteuerabzug verwehrt.

Es wird derzeit an der Überwindung der juristischen Hürden gearbeitet. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Adventure von den bunten und stadtfeinen Pandas. Die militärischmatte Farbe in dem dunklen grünen Ton verspricht ernsthafte Arbeit und nicht quietschvergnügte Freizeit. Matter Lack passt in die Zeit, nicht wegen seiner militärischen Herkunft, sondern weil immer mehr Lamborghinis und Bentleys damit Understatement beweisen wollen. Zum Auftritt des Panda passen die lackierten Stahlfelgen ohne Abdeckung.

Kein unnützer Schnickschnack


Auch sonst fehlt dem Adventure unnötiges Beiwerk. Die Klimaanlage ist mit dabei, auch ein Radio, aber liebliche Details oder Chrom-Optik sind Fehlanzeige. Alles, was keinen Schmutz verträgt oder leicht kaputt geht, ist am Arbeitsplatz nicht erwünscht.

Durch die kleinste Lücke


In seinen sonstigen Tugenden ist der Adventure ein echter Panda 4x4, der leichten Fußes über Stock und Stein springt. Je enger und steiler das Gelände, umso mehr kommen seine Talente zum Tragen (Rekord-Böschungswinkel hinten!). Spätestens bei winterlicher Bergabfahrt lässt man angstschweißgebadete SUV-Fahrer hinter sich. Auch auf befestigten Wegen ist man fein unterwegs, wenn auch die Autobahn nicht sein liebstes Revier ist. Der lebendige Turbodiesel will gedreht werden, und man findet schnell in die italienische Fahrweise hinein. Schnell ums Eck und hinein in die kleine Lücke ist man mit dem Panda immer beherzt unterwegs und sticht gemütliche SUVs schon wieder aus.

Fazit

Männlicher war noch kein Panda (nicht einmal der 100 HP) und auch nicht besser gerüstet für die Revierarbeit – alsreines Revierauto ist er aber fast zu schade, will man ihn doch auch herzeigen.

Charakteristik: Bester kompakter Geländewagen mit Charme

Mitbewerb: Suzuki Jimny, für Nostalgiker Lada Taiga.

Auf einen Blick

Länge/Breite/Höhe: 3,54/1,58/1,59 m
Leer-/Gesamtgewicht/Nutzlast: 1.060/1.430/370 kg
Anhängelast ungebr./gebr.: 400/900 kg
Reifen: 165/70 R 14
Bodenfreiheit: 16 cm
Böschungswinkel vo/hi/Rampenwinkel: 26/44/23
Steigfähigkeit: 55%
Watttiefe: 40 cm
Geländeuntersetzung: keine
Achse v/h: Einzelradaufhängung v/h
Antrieb: permanenter Allradantrieb mit
variabler zentraler Viskokupplung
und zwei Differenzialen
Motor: 1,3 l R eihen-4-Zylinder
CommonRail-Diesel, 70 PS bei
4.000 U /min, 145 Nm bei
1.500 U /min, 5-Gang-Schalter
Leistungen: 18 s von 0 auf 100 km/h,
Vmax: 150 km/h
Verbrauch: 6,7/4,2/5,2 Liter, CO2: 136 g/km
Preis: 15.990 E uro
(alle Angaben ohne Gewähr)
07.02.2010 08:00

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