Größer
Es tut sich eine weite Fläche mit dicker
Gummimatte auf, wenn man die Heckklappe
des Panda Adventure öffnet. Mit
etwas Geschick lässt sich auch eine Sau
dort unterbringen – eine Wildwanne
ist trotzdem dringend empfohlen. Kleine
Stücke passen ohne jegliche Ladekante
auch bei den Seitentüren hinein.
Diese sind trotz der entfernten Rückbank
funktionstüchtig geblieben. Auf
Wunsch gibt es sogar die Fensterkurbeln
dazu – falls man gerne auf dem
Weg lüftet. Trotz der fixen Rückwand
und dem Gitter hinter den Vordersitzen
bleibt dem Panda jedoch der Vorsteuerabzug
verwehrt. Es wird derzeit an der Überwindung der juristischen Hürden gearbeitet. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Adventure von den bunten und stadtfeinen Pandas. Die militärischmatte Farbe in dem dunklen grünen Ton verspricht ernsthafte Arbeit und nicht quietschvergnügte Freizeit. Matter Lack passt in die Zeit, nicht wegen seiner militärischen Herkunft, sondern weil immer mehr Lamborghinis und Bentleys damit Understatement beweisen wollen. Zum Auftritt des Panda passen die lackierten Stahlfelgen ohne Abdeckung.
Kein unnützer Schnickschnack
Auch sonst fehlt dem Adventure unnötiges Beiwerk. Die Klimaanlage ist mit dabei, auch ein Radio, aber liebliche Details oder Chrom-Optik sind Fehlanzeige. Alles, was keinen Schmutz verträgt oder leicht kaputt geht, ist am Arbeitsplatz nicht erwünscht.
Durch die kleinste Lücke
In seinen sonstigen Tugenden ist der Adventure ein echter Panda 4x4, der leichten Fußes über Stock und Stein springt. Je enger und steiler das Gelände, umso mehr kommen seine Talente zum Tragen (Rekord-Böschungswinkel hinten!). Spätestens bei winterlicher Bergabfahrt lässt man angstschweißgebadete SUV-Fahrer hinter sich. Auch auf befestigten Wegen ist man fein unterwegs, wenn auch die Autobahn nicht sein liebstes Revier ist. Der lebendige Turbodiesel will gedreht werden, und man findet schnell in die italienische Fahrweise hinein. Schnell ums Eck und hinein in die kleine Lücke ist man mit dem Panda immer beherzt unterwegs und sticht gemütliche SUVs schon wieder aus.
Fazit
Männlicher war noch kein Panda (nicht einmal der 100 HP) und auch nicht besser gerüstet für die Revierarbeit – alsreines Revierauto ist er aber fast zu schade, will man ihn doch auch herzeigen.
Charakteristik: Bester kompakter Geländewagen mit Charme
Mitbewerb: Suzuki Jimny, für Nostalgiker Lada Taiga.

