"St. Hubertus" ist eine ganz besondere
Jagdzeitschrift. Irgendwie moderner,
kritischer, vielfältiger, aber auch ironischer
als die anderen, eher konventionellen
Publikationen, die man den
Jägern so vorsetzt.
Ein Liebling von mir ist Rüdiger Martin,
dessen Satiren recht anspruchsvoll
sind. Viele Jäger werden da vielleicht
nicht gleich mitkommen, er trifft aber
punktgenau die Probleme, indem er
sich hinten herum anschleicht und
dann seinen Treffer landet.
In der letzten Nummer gibt es ein
langes Interview mit dem burgenländischen
Landesjägermeister Dipl.-Ing.
Peter Prieler. Bemerkenswert, was Prieler
alles so sagt. Sympathisch, sachkundig,
gut formuliert, leicht verständlich.
Nicht jeder jägerische Funktionär kann
das so gut.
Natürlich war ich gespannt, was der
Landesjägermeister zum Waffengesetz
so meint. Ich habe dabei in anderen
Bundesländern traurige Erfahrungen
machen müssen, bin auf Unverständnis
und Indolenz gestoßen, habe
bemerken müssen, dass nicht alle die
ungeheure Bedeutung begriffen haben,
die das Waffenrecht für uns Jäger hat.
Aber zurück ins Burgenland, zurück zu
Prieler.
Er sagt es ganz deutlich: "Eine
weitere Verschärfung des Waffenrechts
ist nicht nur sinnlos, das ist dumm."
Das Recht, Waffen tragen zu dürfen,
ist ein Menschenrecht. Ein strenges
Waffengesetz schikaniert und entwaffnet
die anständigen Bürger. Die
Verbrecher aber haben alle Waffen.
Ein liberales Waffengesetz erhöht nicht
die Verbrechertaten, im Gegenteil.
So
klare Worte haben wir von Vertretern
der Jäger noch nie hören können.
Die burgenländischen Jäger können
sich glücklich schätzen, einen solchen
Landesjägermeister zu haben.
Ich kann
mir keinen besseren vorstellen.
Bravo
und Waidmannsheil!
Den St. Hubertus gibt’s wirklich
Leserbrief
In seinen regelmäßig erscheinenden "Querschüssen" nahm der Generalsekretär vom IWÖ, Dr. Georg Zakrajsek, am 10. Dezember 2009 Bezug auf die St.-Hubertus-Ausgabe 12/2009.
03.02.2010 08:00
